psvr

Das ging aber flott…

Heute startete der Vorverkauf für PlayStation VR und genau wie bei der PlayStation 4 war das Set innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Ich hatte aber Glück und habe noch schnell genug zugeschlagen, bekomme das VR-Headset also gleich zur Erstauslieferung. Ist aber schon krass, wie schnell das Ding vergriffen aber. Wobei, wenn man sich den Kampfpreis anschaut, dann wundert das gar nicht so sehr. 399 Euro sind für eine VR-Brille eigentlich günstig, wenn man HTC und Oculus dagegen hält, die ja fast das Doppelte kosten.

Wer jetzt von euch Pech hatte, braucht sich aber nicht zu ärgern — aus Erfahrung denke ich, dass da noch mindestens eine Charge nachgeliefert wird, bevor PlayStation VR offiziell erscheint. Bestimmt gibt es dann auch noch mal Bundles mit Konsole bzw. mit PlayStation Move, das ja für einige Spiele benötigt wird.

Wie sieht es bei euch aus, konntet ihr auch schon ein Exemplar ergattern?

Hier geht’s zur PlayStation VR auf Amazon

playstaionvr

PlayStation VR kommt im Oktober für 399 Euro

Da hat Sony ja eine ziemliche Bombe platzen lassen. Zum Kampfpreis von 399 Euro erscheint die PlayStation VR im Oktober. Obwohl mich VR-Headsets bisher nicht wirklich gereizt haben freue ich mich tierisch auf das Teil. Das kann aber auch am coolen Trailer liegen.. ^^

Auf jeden Fall wird PS VR sofort vorbestellt, sobald ich es auf Amazon sehe. 400 Euro sind echt ein Witz gegenüber dem, was HTC Vive und Oculus Rift haben möchten. Okay, dafür ist die Technik bestimmt etwas schlechter, aber das stört mich persönlich wenig :)

Quelle: PlayStation.Blog

xboxlive

Cross-Plattform bei Games bald Standard?

Nach einer interessanten Meldung bei Polygon kommt nun eine Diskussion zum Thema Cross-Plattform auf. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, auf allen Plattformen (also PC, PSN, Xbox Live und Nintendo) gemeinsam die Spiele zu zocken. Bis auf wenige Ausnahmen verschließen sich die Systeme bisher dagegen, zum einen aus technischen Gründen und zum anderen wegen der Corporate Identity. Allerdings könnte dies bald der Vergangenheit angehören, zumindest wenn es nach Microsoft geht.

Rocket League players on Xbox One will be able to play matches against PC gamers, with "an open invitation for other networks to join later," Microsoft announced this morning as part of an overall initiative to open Xbox Live up for cross-platform multiplayer across all services. (Quelle: Polygon)

Anscheinend sollen Xbox Live Spieler irgendwann in naher Zukunft auch mit PC-Spielern und später sogar mit denen von Sony und Nintendo zusammenspielen. Das wäre sicherlich ein großer Schritt. Ich bin da aber eher skeptisch, schon alleine weil ich — sicherlich adequiert — ein Freund von Plattformexklusivität bin. Gut, das sehe ich beim Cross-Plattform-Play jetzt nicht so eng, aber ich bin halt immer noch der Meinung, dass eine Konsole bzw. der PC seine Exclusives haben sollte und auch braucht.

Aber es stimmt schon, dass die Inkompatibilität zwischen den Systemen oft nervig ist. Vor allem wenn, so wie bei mir, die meisten Freunde lieber auf dem PC spielen und ich eben gerne die Xbox oder die PlayStation zum Zocken bevorzuge. Da wäre es sicherlich geiler, wenn man trotzdem zusammen spielen könnte.

Allerdings sehe ich hier auch Probleme, vor allem in der Balance. Shooter spielen sich auf dem PC ganz anders, als mit dem Gamepad. Ebenso ist die Leistung auf dem Rechenknecht oft besser und die Bildrate höher. Aber es gibt immerhin ja schon diverse Beispiele, bei denen das Zusammenspiel zwischen Konsole und PC funktioniert; bei Final Fantasy XIV oder bei Rocket League.

Alles im allem denke ich, dass Microsoft erkannt hat, dass die Xbox als Spieleplattform nicht mehr das Maß aller Dinger ist, wie es noch zu Zeiten der Xbox 360 der Fall war. Da müssen sie nun natürlich nachziehen und nutzen die Gunst der Stunde, sich die PC-Spieler zum Freund zu machen. Die nutzen ja größtenteils Windows und das kommt bekanntlich auch von Microsoft.

Mein Review zum Ego-Actionfilm »HARDCORE«

Am 14.04 kommt »HARDCORE« in die deutschen Kinos und ich war vor Kurzem in einer Preview, in der ich die Originalfassung des Streifens bereits anschauen durfte. Kurzum: Der Film ist mit einer der Besten, den ich seit sehr langer Zeit sehen durfte! Das dürfte ziemlich entgegengesetzt dem sein, was fachlich versiertere Kritiker schreiben, aber mir persönlich steht einem zweiten Kinobesuch nichts im Weg.

HARDCORE ist eine russische Low-Budget-Produktion und das besondere Augenmerk liegt hier in der Kameraführung; der Film ist nämlich komplett in der Ego-Perspektive gemacht. Das kennt man schon aus diversen anderen Titeln, aber diesmal zieht es sich durch den ganzen Film.

Protagonist Henry erwacht zu Beginn in einem Labor und wird dort „zusammengebaut“; er ist nämlich ein Cyborg. Aus seiner Sicht erleben wir den ganzen Film, wobei wir erst gegen Ende einen kurzen Ausblick auf sein Gesicht werfen dürfen. Während der ganzen Anfangsprozedur stellt sich ihm „Estelle“ vor, die sich ebenso als seine Ehefrau zu erkennen gibt. Kurze Zeit später, noch bevor Henry seine Stimmprogrammierung erhält, wird das Labor von Antagonist „Akan“ gestürmt, der über Superkräfte verfügt und anscheinend Interesse an Henry hat. Zwar gelingt Henry die Flucht, doch Estelle wird entführt und so muss sich unser Held auf einen knapp zweistündigen Trip durch eine russisch angehauchte Großstadt machen, um erstmal eine Energiequelle für sich selbst (seine Batterie ist nämlich fast leer) und eben auch Estelle zu finden. Zur Seite steht ihm dabei „Jimmy“, der in verschiedensten — teilweise sehr verrückten — Outfits auftaucht und Henry auf seinem blutigen Pfad führt.

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Wie schon aus dem Trailer zu erahnen, ist HARDCORE eine Ballerorgie in Dauerschleife, die hin und wieder mit arg blutigen Szenen aufwartet. Allerdings ist die Reise von Henry stets unterhaltsam, ganz einfach weil gerade Jimmy (gespielt von Sharlto Copley) in seinen unzähligen Rollen immer wieder die Situation aufheitert. Jimmy ist auch der eigentliche Hauptdarsteller des Films, da Henry selbst ja nicht zu sehen ist und aufgrund der ganzen Parkour- und Actioneinlagen wohl eher durchweg von Stuntmans gespielt wird.

Zugegeben, der Plot ist nicht gerade originell und zum Schluss blieben leider viele Fragen offen. Aber das stört nicht, da gerade das Finale an sich sehr befriedigend ist. HARDCORE folgt einer eigenen Philosophie und schafft es mühelos, die harte Action dennoch witzig zu verpacken, ohne dabei in Klamauk abzurutschen.

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Gerade im Vorfeld wurde HARDCORE ja immer in die Gamingecke geschoben und als Videospielfilm gehandhabt. Das stimmt so gesehen nicht, da dem Film kein Spiel oder ähnliches zu Grunde liegt. Allerdings läuft die ganze Hatz quasi so ab, wie wir es aus einem Shooter gewohnt sind. Henry selbst wird nämlich von Jimmy quer durch die Stadt geschickt und bekommt immer wieder neue Miniaufträge, der er erfüllen soll. Das erinnert natürlich stark an Call of Duty und gibt HARDCORE einen ganz besonderen Charme.

Fazit

Wenn ihr nicht gerade auf Tiefgründigkeit oder besonders gut durchdachte Handlungen steht, ein bisschen Action sowie witzige Charaktere mögt und nicht an Motion Sickness leidet, dann gebt das Geld für die Kinokarte ruhig aus. Ich werde es auf jeden Fall wieder tun :)

Salt and Sanctuary erscheint endlich. Fick ja!

Na da soll noch jemand sagen, das Jahr 2016 würde nichts taugen. Nach Monster Hunter Generations erreichte mich heute gleich die nächste Release-News zu einem Spiel, auf das ich schon sehr lange warte. Diesmal geht’s um »Salt and Sanctuary«, ein Hardcore-2D-RPG für PS4 und PSVita, das ganz offensichtlich sehr viele Elemente von Dark Souls übernommen hat.

Am 15. März erscheint das Spiel für rund 20 Euro und für mich ist’s quasi ein Pflichtkauf. Da freut sich meine Vita bestimmt und ich mich gleich doppelt.. 😀

Lionhead Studios Leiden hat vielleicht ein Ende

Wundert mich gar nicht. Nach der totalen Enttäuschung mit Namen Fable 3 und den kläglichen Versuchen die Marke danach wieder auf Fahrt zu bringen, war es ja nur eine Frage der Zeit, bis Microsoft hier die Notbremse ziehen muss.

"After much consideration we have decided to cease development on Fable Legends, and are in discussions with employees about the proposed closure of Lionhead Studios in the UK. Additionally, we will close Press Play Studios in Denmark, and sunset development on Project Knoxville."

Fable Legends wurde ja, trotz groß angelegter Enthüllung, von den letzten drei Fans nicht gerade mit Kusshand aufgenommen — ganz im Gegenteil. Schade eigentlich, denn die ersten beiden Teile von Fable sowie Black & White waren schon sehr cool. Aber das schwerfällige Erbe von Peter Molyneux war wohl auch nach dessen Weggang nicht mehr zu retten. Wirkliche Erfolge konnte man mit der Fable-Marke nicht mehr erzielen und auch die Neuauflage des Erstlings schaffte es bei GameStar gerade mal auf 69 Prozent.

fablelegends

Wer es nicht mitbekommen hatte oder weiß wovon ich spreche: Peter Molyneux, der Gründer von Lionhead Studios, ist vor allem für seine umstrittenen Spieleankündigungen bekannt. Er versprach immer wesentlich mehr, als die Spiele letztendlich konnten und schmückte seine Ideen gekonnt aus, um einen Hype um die Games zu generieren — der ihm dann jedes Mal auf die Füße fiel. Er verließ das Studio nach dem Flop von Fable 3.

Ich drücke den Mitarbeitern die Daumen, dass Microsoft ihnen an anderer Stelle neue Perspektiven ermöglicht. Die komplette Meldung von Microsoft findet ihr bei Xbox.com.

Monster Hunter Generations Hype

Was soll ich sagen, ich eben ein totaler Fan der Serie. Ich hatte zwar auf ein Monster Hunter X Ultimate für Wii U / 3DS gehofft, aber Generations nur für den Handheld ist auch okay; Hauptsache ist ja, dass Monster Hunter überhaupt zu uns kommt — das ist ja nicht immer sicher, wie man am MMO-Ableger sieht.

Wirklich viel gibt es noch nicht zu sagen, außer dass das Ding im Sommer 2016 erscheint. Ich hoffe einfach, dass ich ein cooles N3DSXL-Bundle abstauben kann. Ich habe nämlich exakt keine Lust mehr, das neue Monster Hunter auf dem alten 3DS zu zocken!

Übrigens kam ja die Frage auf, warum man für den Release hierzulande den Namen geändert hat. Ich denke mal ganz stark, dass das wieder so eine Japan-Sache ist. Dort haben ja einige Spiele andere Bezeichnungen, die irgendwie referenziell sind. Bei uns bedeutet X ja vor allem 10 — vielleicht wollte man das vermeiden. Oder es liegt an einem ganz anderen Grund, wobei es an für sich ja schnuppe ist. Monster Hunter X kommt nach Europa, das ist alles was zählt.

Zu viel Hype zerstört das Spiel

Ein wirklich toller Beitrag bei ZAM.com über das Thema Hype und wie sehr übersteigerte Vorfreude unseren Spaß am fertigen Spiel beeinflusst. Ich konnte das Phänomen damals bei PlayMassive auch immer wieder bemerken: Vor dem Release von The Elder Scrolls Online zum Beispiel galt das Spiel für die meisten Fans als das nächste große Ding, das alle Träume wahr werden lässt. Doch schon nach der ersten spielbaren Version kippte die Stimmung ins Gegenteil. Enttäuschung machte sich breit. Enttäuschung über etwas, das man eigentlich gar nicht so wirklich abschätzen konnte. Doch so läuft es bei so gut wie jedem Spiel aufs Neue ab, eine Achterbahn der Gefühle – zumindest wenn man eifrig Kommentarspalten und / oder Reddit verfolgt. Denn — zugegeben — wirklich wie erhofft wird das fertige Produkt am Ende ja nie. Allerdings provozieren viele Publisher Hype-Verhalten durch aufgemotzte Trailer, nachgerenderte Screenshots und hohle Phrasen in Interviews.

Am Beispiel von No Man's Sky zeigt ZAM.com, wie zu viel Hype das Spiel zerstört.

Aus diesem Grund finde ich es viel besser, wenn Spiele maximal ein Jahr vor Release enthüllt werden. Und mit Release meine ich auch wirklich die fertige Veröffentlichung und nicht einfach nur ein schrottiger Early Access.

Warum Empire nicht nach Deutschland passt

Gestern Abend lief auf ProSieben der erste Schwung der US-Hitserie Empire. An vier Mittwoch-Tagen will der Sender die komplette erste Staffel mit je drei Folgen pro Woche ausstrahlen. Doch schon am ersten Tag floppt das Unterfangen kläglich. Laut Quotenmessung schaffte es Empire auf gerade mal 800.000 Zuschauer und sank im Verlauf des Abends auf unter 700.000 ab. Für den Serienstart in der Prime-Time ein absolutes Debakel.

Empire Werbebild von FOX
Empire Werbebild von FOX

Dabei ist Empire alles andere als eine schlechte Serie. In den USA schaffte sie es sogar während dem Verlauf einer Staffel neue Zuschauer zu generieren, was eigentlich unüblich ist – zumindest bei einer fortlaufend erzählten Handlung. Die Geschichte rund um den todgeweihten Rap-Mogul Lucious Lyon, der einen seiner drei Söhne zum Firmenchef seines Hip Hop-Lables „Empire Entertainment“ ernennen und dabei mit Intrigen, seiner Vergangenheit und familiären Problemen zu kämpfen hat, ist in den Staaten der Überraschungshit des Jahres.

Ich hatte zum ersten Mal im April von der Serie gehört, als ich in UK im Urlaub war. Dort wurde überall Werbung dafür gemacht. Mich persönlich spricht Empire auch total an und daher fand ich es umso besser, dass die Soap den Sprung nach Deutschland geschafft hat. Leider stand ich damit wohl alleine auf weiter Flur, wie die Zahlen mittlerweile beweisen.

Warum der Start der Serie zum Desaster wurde, hat für mich drei Gründe. Zum einen passen Serien mit farbigen Schauspielern wohl nicht ins deutsche Abendprogramm, das sonst eher von Weißbroten geprägt ist. Während ‚How I Met Your Mother‘, ‚The Big Bang Theory‘ und ‚Two & a Half Man‘ selbst in der 1000. Wiederholung noch dermaßen gute Quoten fahren, dass man die Serien fast zu jeder Tageszeit auf irgendeinem Sender findet, rutscht ein ernsteres Thema mit einem anderen Kulturkreis wohl durch.

Mit dazu kommt, dass der „Rap“ in Empire nicht dem entspricht, was hierzulande unter Hip Hop verstanden wird. Das rührt wohl auch daher, dass Europa diesen Trend eher kopiert, als wirklich entwickelt hat. Empire zeigt Rapper, die nicht auf der Straße leben, sondern mit chartkräftigen RnB-Hymnen auftreten. Das wirkt gegen Azzlack, Aggro und Bushido wohl eher etwas weich gespült. Während Eminem’s Kultfilm ‚8 Mile‘ bei uns noch mit dem Ghetto-Szenario punkten konnte, zeigt Empire welchen Stellenwert Hip Hop mittlerweile in den USA hat – und welche gesellschaftliche Schicht erreicht wird. Wo wir immer noch den Straßengangster sehen, der sich mit seinem „Rap“ aus den Slums retten will, ist die Realität dort längst eine andere. Hip Hop ist Mainstream.

Der letzte Grund ist dann wohl eher die Frage, wer hierzulande überhaupt noch Fernsehen guckt. Ganz oben auf den Toplisten stehen neben Scripted Reality und Dokusoaps meist Sitcoms, also kurzweilige Comedy-Unterhaltung. Da macht Game of Thrones noch die Ausnahme und passt auch einfach besser nach Mitteleuropa, als die glamouröse Scheinwelt eines New Yorker Rap-Imperiums. Die meisten echten Serien guckt man nicht im Fernsehen, sondern bei Streamingdiensten wie Netflix bzw. kauft sich die ganzen Staffel auf DVD / BluRay. Aber dafür ist die Lizenz für Empire wohl einfach noch zu teuer. Als Megahit aus den USA wird sich ProSieben das Spektakel wohl einiges kosten lassen haben.

Immerhin wird die erste Staffel wahrscheinlich noch komplett gezeigt. Wer wie ich auf die Fortsetzung wartet, wird wohl wieder etwas länger auf dem Trockenen sitzen, bis sich ein deutscher Verleiher die Lizenz leisten kann. Hoffen wir einfach das Beste.

Kennen Sie Andy Kaufman?

Ich habe gerade einen sehr interessanten Artikel über deutsche Synchronstudios gelesen und mich dabei an eines meiner Schreckgespenster erinnert: Diskussionen über Vertonungen. Wer nun einen typischen Rant auf vermasselte Gags, entfremdete Dialoge oder fehlbesetzte Sprecher erahnt, irrt. Ich bin dein Deutschgucker und das nicht aus Stolz, sondern aus Faulheit.

TV-Serien sind ja derzeit so beliebt wie nie. Shows wie ‚Game of Thrones‘ oder ‚The Walking Dead‘ werden mit Hollywood-Budgets produziert und fahren Einschaltquoten, die weit über durchschnittliches Kinoniveau gehen. Serienstars verdienen selbst im Kindesalter teilweise sechsstellige Beträge pro Folge und deutsche Fernsehsender ringen um die wichtigen Lizenzen. Kein Wunder also, dass in gefühlt jeder zweiten Unterhaltung irgendwann die Frage nach den aktuellen Lieblingsserien aufkommt. Serien zu gucken ist mittlerweile zum Zeitfresserhobby geworden. Es hat sich mit Binge Watching sogar der passende Begriff dafür etabliert.

Neben der Frage danach was geguckt wird, ist ein zweites Element ganz wichtig geworden: Die Vertonung.

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Quelle: dwdl.de

Etwas nicht im Original zu schauen gilt vor allem in Onlinekreisen quasi schon als Fauxpas. Immerhin sollte man des Englischen mächtig sein. Dass man aber offen zugibt auf die ’schäbigen Synchronfassungen‘ zurückzugreifen, wird im besten Fall milde belächelt. Im Normalfall aber entsteht ein generisches Tauziehen zwischen typischen Argumenten. Vermasselte Gags, unpassende Stimmen und die Gretchenfrage, wieso man denn eines der wichtigsten Aspekte des Schauspieler — seine Stimme — ernsthaft ablehnen könne.

Für mich sind Serien und Filme reine Unterhaltungsmedien und die genieße ich oft mit der Leidenschaft eines Faultiers. Bildlich gesprochen sacke ich auf meine Couch, schmeiße Netflix oder Amazon an und gebe mir ein paar Folgen zum Besten — in der Regel während des Abendessen. Da ist so eine Synchronfassung schon praktisch. Wirkliche Gegenargumente habe ich natürlich keine — warum auch? Außer natürlich Andy Kaufman. Er ist immer ein guter Einwurf, wenn man wieder endlose Abhandlungen über entfremdete Gags vom Stapel gelassen.

Der gute Andy war ein umstrittener wenngleich auch gefeierter US-Komiker, der hierzulande gerade mal durch die Verfilmung seines Lebens mit Jim Carrey in der Hauptrolle bekannt wurde. Die meisten kennen wohl sogar nur den gleichnamigen Titelsong von REM (Man On The Moon). Und genau das ist der Punkt: Referenzieller Humor mit Andy Kaufman funktioniert in Deutschland in etwa so gut, wie die Frage nach den eigenen drei Lieblingsgags von Otto Waalkes bei Passanten in der Fußgängerzone von West Hollywood. Warum also sollte man ihn zwingend einskripten, wenn am Ende sowieso keiner mehr lacht? Das ist zumindest meine Meinung.